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Matcha-Tee – Was kann der grüne Kaffee-Ersatz?

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Kaffee? Trinke ich gerne. Die erste Tasse morgens macht einen Menschen aus mir – zumindest, weil ich den Geschmack einfach liebe. Aber wach werde ich davon definitiv nicht mehr. Jahrelang habe ich Unmengen Kaffee getrunken, ich glaube, mein Körper empfindet Kaffee wohl als Leitungswasser. Nach neun Espressi bekomme ich höchstens Magenschmerzen und schlafe anschließend am Schreibtisch ein. Aber es muss doch etwas geben, dass einen ein bisschen wach macht?

Die Suche nach der Alternative

Zugegebenermaßen brauch ich viel Schlaf und könnte quasi immer und überall ein Nickerchen machen. Da das aber keine Option ist, brauche ich einen kleinen Push zwischendurch. Durch Zufall stieß ich dann auf einen Tee, der angeblich wahre Wunder in Sachen Wachmachen vollbringt: Matcha-Tee.

Erfahrungen hatte in meinem Freundeskreis noch niemand gemacht, also fing ich an zu googlen. Und stieß schnell auf interessante Fakten: Matcha stammt ursprünglich aus China und wurde im 12. Jahrhundert nach Japan importiert, ebenso wie die Art der Zubereitung. Der beste Matcha kommt auch heute noch aus Japan.

Ernte und Verwertung

Matcha_gekocht Die Blätter des Teestrauchs werden zur Herstllung von Matcha-Tee verwendet. Die Pflanzen werden in Hochlagen angebaut, wo es oft neblig ist und vor der Ernte zusätzlich mit Matten überspannt, die Schatten spenden sollen. So wird die Bildung von Teein, Theanin (eine Aminosäure) und Chlorophyll gefördert – daher auch die schöne, leuchtend grüne Farbe.

Um Matcha herzustellen, werden die geernteten Blätter zunächst mit Wasserdampf behandelt und dann getrocknet. Anschließend werden die Blätter so gemahlen, dass, zumindest bei den besten Sorten, nur das „Fleisch“ des Blatts verwendet wird, nicht aber die Blattadern. Gerieben werden die Blätter langsam zwischen Granitmühlen. Und so erklärt sich auch, warum man für wenig Produkt viel Geld bezahlt. Matcha von hoher Qualität kostet ab 20 Euro aufwärts für 30 Gramm.

Lohnt es sich?

Doch nun zur alles entscheidenden Frage: Sollte man für ein bisschen Teepulver so viel Geld ausgeben? Lohnt es sich und ist Matcha wirklich eine gute Alternative zu Kaffee? Ich sage „Ja“. Matcha macht keine Magenschmerzen, auch wenn man etwas mehr davon trinkt. Das Teein wird, da es durch bestimmte Stoffe gebunden ist, erst im Darm freigesetzt. Die wachmachende Wirkung fällt demzufolge milder aus, hält aber auch länger an. Ich war Stunde um Stunde wach und voll konzentriert, dabei aber nicht nervös oder fahrig, wie man es nach zu viel Kaffee oft ist. Ich finde, Matcha ist eine volle Empfehlung – allerdings nicht nach 16:00 Uhr wenn man zeitig schlafen will. Ich war nach einer Tasse am späten Nachmittag noch weit in die Nacht hinein fit 😉